HomeLehrerSchulleitungInterview mit Frau Pleuse

Interview mit der Schulleiterin

Seit vergangener Woche ist es endlich soweit: Wir haben eine neue Schulleiterin! Nach zwei Jahren Übergangszeit hat sich Frau Pleuse bereits am Mittwoch, 26.November 2014 in der Lehrerkonferenz unseres Gymnasiums vorgestellt und auch wir, das Homepageteam, hatten bereits die Möglichkeit, sie kennenzulernen.



Und wir haben gleich die Gelegenheit genutzt ein Interview mit ihr zu führen.

Wo und in welchen Positionen haben Sie bisher gearbeitet?

Seit 1981 bin ich Lehrerin für Geographie und Mathematik. Von 1991 bis 2008 habe ich am Lerchenberggymnasium in beiden Fachbereichen  gearbeitet. Ab 1994 nahm ich nicht nur die Aufgabe als Lehrerin wahr, sondern war Mitglied in der Abituraufgabenkommission  für das Fach Geographie. Außerdem  war ich in verschiedenen Gremien auf bundesweiter Ebene beteiligt. Im August 2008 bin ich an das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) gewechselt. Dort habe ich im Bereich Führungskräftequalifizierung und Schulleiterfortbildung gearbeitet und mich selbst in diesem Bereich qualifiziert. Ab September 2009 wurde mir außerdem  die Verantwortung für das Fach Geographie im Bundesland Thüringen als Fachreferent übertragen.   Ein besonders interessanter Abschnitt meiner Laufbahn war die Begleitung der Kooperationsbeziehungen  des Instituts mit Thüringer Partnerregionen in Polen und Frankreich. Dabei oblag mir die Hauptverantwortung für die Koordination von Projekten, die unter anderem auch Schulleitungsaufgaben betroffen haben.

So reifte seit 2011der Entschluss sich wieder stärker vor Ort in Schule einzubringen  und das als Schulleiterin.

Wodurch haben Sie sich entschlossen, sich als Schulleiterin an unserer Schule zu bewerben?

Mein Ziel war es, zurück in den Schulalltag zu gelangen. Nach der Arbeit in verschiedenen Gremien wollte ich Schule endlich wieder aktiv und nicht nur vom Schreibtisch aus mitgestalten. Obwohl ich in Schmölln meine erste Schulleiterstelle antrete, habe ich bereits Erfahrung als Lehrerin, die eng mit der Schulleitung zusammenarbeitet. Für das Roman-Herzog-Gymnasium habe ich mich beworben, da ich in Altenburg wohne. Es liegt sozusagen um die Ecke. Aber Spaß beiseite, das Gymnasium ist in Schmölln gut aufgestellt und bietet als einzige Bildungseinrichtung bislang die Möglichkeit die allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Als Lehrerin, die jahrelang am Gymnasium tätig war, ist das ein wichtiger Beweggrund.

 

Welche Ziele setzen Sie sich als Schulleiterin an unserer Schule? Wo möchten Sie Schwerpunkte setzen?

Zunächst ist zu sagen, dass meine Vorstellungen Wünsche sind, deren Umsetzung ich in keinem zeitlichen Rahmen festmachen möchte und kann.

Einer meiner Wünsche ist es, eine Schulgemeinschaft aufzubauen. Durch meine bisherige Tätigkeit konnte ich dazu viele Erfahrungen sammeln. Das setzt für mich eine Zusammenarbeit mit allen, d.h. Lehrern, Schülern, Eltern und öffentlichen Partnern voraus.  Das Roman-Herzog-Gymnasium ist  in Schmölln bzw. in der Region wichtiger Schulstandort und das soll und muss so bleiben. Die vielen Schulveranstaltungen, deren Tradition ich auf jeden Fall bewahren möchte, sind dazu ein erster Schritt. Doch es gehört auch dazu, dass sich daran nach Möglichkeit alle Schüler, Lehrer oder Eltern beteiligen und  aktiv einbringen. Partizipation von allen, die an Schule beteiligt sind, ist dafür ein wichtiger Gradmesser. Für mich zählt nicht nur Engagement im Unterricht, sondern auch in Schulveranstaltungen.

Ein weiterer wichtiger Punkt in meiner Arbeit als Schulleiterin wird es sein, das kompetenzorientierte Lernen mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Damit  sind z. B. Unterrichtsformen in all ihrer Vielfalt einzubeziehen. Mein Ziel ist es,  gemeinsam mit allen Lehrerinnen und Lehrern an schulinternen Lehr- und Lernplänen zu arbeiten.

Schule entwickelt sich ständig weiter und Schulentwicklung ist ein Prozess, der begleitet und gesteuert werden muss. Da sehe ich auf jeden Fall ein großes  Betätigungsfeld.

Und dann ist für mich auch der Name des Gymnasiums  „Roman Herzog“ ein Wegweiser für einen  Schwerpunkt im Bereich der Schulentwicklung.

Was glauben Sie, wie viele Schüler unseres Gymnasiums wissen, wer Roman Herzog war und was er in seinem Leben geschafft hat? Dieses Wissen sollte  bewusst in den Schullalltag einbezogen   und an geeigneten Stellen erweitert werden. Möglichkeiten  dazu bieten zum Beispiel Wandertage oder Projekttage am Ende des Schuljahres.

Wie werden Ihre nächsten Schritte aussehen?

Ich möchte mit kleinen Dingen beginnen. Im Vordergrund steht für mich zunächst das Kennenlernen der Schule - ich möchte wenigstens ein Mal in alle Klassen gehen, der Klassensprecherversammlung beiwohnen, alle AGs der Schule kennenlernen und die ersten Schulveranstaltungen besuchen. Außerdem werde ich eine 6. Klasse im Matheunterricht übernehmen.

Längerfristig steht für mich auf jeden Fall die Schaffung einer demokratischen Schulstruktur zu installieren. Ich möchte alle mitnehmen - Schüler, Lehrer, Eltern - und eine Schulleitung, die breit aufgestellt ist.  Gerade Frau Hoppert, Herr Jäkel und Frau Leitholdt  müssen und sollen aktiv mitentscheiden. Das ist für mich eine wichtige Grundvoraussetzung für gelingende Schulentwicklung.

Wir bedanken uns recht herzlich für Ihre Antworten und sind gespannt auf den Schulalltag mit Ihnen!

 

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